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Tipps und
Tricks zum Präparieren
Ich
arbeite seit über 30 Jahren als geologisch-paläontologischer Präparator
und möchte Ihnen, als Hobbysammler, aus meiner großen Erfahrungskiste
ein paar Tipps geben, wie Sie Ihre selbstgesammelten Stücke fachgerecht
herrichten können.
Mit meinen Sandstrahlgeräten ist dies ohne größere Mühe zu bewerkstelligen.
Mit etwas Geduld und Feingefühl können die gesammelten Fossilien fachmännisch
und schnell präpariert werden.
Zur richtigen Präparation gibt’s deshalb nachstehend ein paar Tipps:
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Am
besten lassen sich Fossilien strahlen, die etwas härter sind als
das Material in dem sie eingebettet sind. Beim Arbeiten selbst sollten
dann Oberflächen, die schon fertig gestrahlt sind, mit einer elastischen
Decke, z.B. Gummidecke abgedeckt werden, die Ränder können mit Klebeband
befestigt werden. Bei kleineren Flächen reicht auch ein Klebeband.
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Beste Strahlergebnisse erzielt man bei pyritisierten Fossilien,
aber auch Seelilien, Seesterne, Knochen und Zähne sind sehr gut strahlbar.
Muscheln und Ammoniten aus dem Braunen Jura werden mit Eisenpulver und
mit maximal 6 Bar Druck wunderschön. Es können alle Fossilien aus dem
Jura wie Fische, Saurier, Krebse, Cephalopoden, Ammoniten, Belemniten
usw. mit besten Ergebnissen gestrahlt werden. In letzter Zeit habe ich
auch Versuche gemacht mit Trilobiten und Riffstücken aus dem Paleozoikum
von Marokko, auch diese Stücke sind sehr schön geworden.
Beim Strahlpulver ist wichtig, dass es leicht rieselfähig und gut
trocken ist, nur so ist gewährleistet, dass es immer in ausreichender
Menge vom Mischventil zum Strahlgriffel transportiert werden kann. Alle
griffigen, sprich körnigen Strahlmitteln gleiten nicht so gut, hier muss
man das Material evtl. mischen, zum Beispiel mit Talkum oder Glasperlen,
um die Gleitfähigkeit zu erhöhen. Beim Strahlen selbst sollte man mit
der Strahldüse nie zu lange auf einer Stelle verharren, da sonst Löcher
entstehen können. Der Griffel wird langsam und gleichmäßig über die zu
strahlende Stelle geführt. Selbst in den ganz harten Schichten des Mayener
Schiefers kann noch mit Corund oder Aluoxid gestrahlt werden. Dogger-Fossilien
aus dem mittleren bis oberen oolithischen Material können sogar mit einem
Strahldruck von ebenfalls bis zu maximal 6 bar mit Eisenpulver als Strahlmittel
bearbeitet werden.
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Zum
Strahlen selbst sollte wegen der entstehenden Stäube unbedingt ein
Absaugkasten verwendet werden, der Bau eines solchen ist nicht schwierig,
jeder einigermaßen geschickte Bastler kann so einen Absaugkasten
in kurzer Zeit selbst bauen.
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Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass meine Feinsandstrahlgeräte
auch zur Reinigung und Entoxydierung von Antiquitäten verwendet werden
können. Hier werden dann abgerundete, kugelige Strahlmittel (z. B.
Glasperlen) verwendet, evtl. auch Dolomitsand, Backpulver, feinkörnige
Walnussschalen, Holzmehl, oder auch nach Bedarf weiches Material wie etwa
Hartweizengrieß oder gemahlene Kleie. Die weicheren Materialien eignen
sich hauptsächlich dazu, um Gold und Silber zu säubern. Viel Spaß beim
Präparieren und Ausprobieren !
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